Mamboday: Ein heisser Tag Ende Mai
Der weltweit erste Mamboday fand am 28.05. 2005 im Gustav-Heinemann-Haus in Bonn statt. Der eigens fĂŒr diese Veranstaltung gegrĂŒndete Verein Mambo e.V. lud bekannte Mitglieder der Community und Mitglieder des Core-Teams ein und organisierte VortrĂ€ge, Workshops und eine Podiumsdiskussion. Die auch von Miro unterstĂŒtzte und mitgesponserte Veranstaltung wurde von ca. 200 Community Mitgliedern, Firmen und Verlagen besucht. Die ausschlieĂlich positiven RĂŒckmeldungen der Besucher spornen die Organisatoren an, es 2006 noch besser zu machen. Aber der Reihe nach:
Der Tag davor:Am 27.05. trafen sich die Mitglieder des Vereins, um die letzten Neuigkeiten und organisatorischen Dinge zu klÀren. Unter anderem wurde festgelegt, dass der kommende 1. Mamboday 2005 erfolgreich wird
und auf jeden Fall ein Mamboday 2006 stattfindet. Der Termin wurde grob auf voraussichtlich Mai vorausgesagt, auf jeden Fall möglichst vor der ersten deutschen WM-Niederlage
(also vor der Fussball-WM). Danach einigte man sich darauf, den heissen Tag mit einem kĂŒhlen Bier und Smalltalk in der Bonner Innenstadt zu beenden.

Der Mamboday:
Um 8:00 Uhr trafen sich die Referenten und Organisatoren zum FrĂŒhstĂŒck im Acora Hotel in der NĂ€he des GHH. Kurz vor 9:00 Uhr trafen die Veranstalter und Helfer vor Ort ein und es dauerte auch nicht lange, bis man sich im Stress befand. Die ersten Besucher waren da, die Kasse aber nicht. "Wo sind die EintrittsanhĂ€nger?", "Wo bleibt das Wechselgeld?", waren beliebte SĂ€tze und ab da an öfters zu hören. Es dauerte etwa eine halbe Stunde bis sich die Lage beruhigte und alle Utensilien fĂŒr den Eintritt vorhanden waren und die Dinge ihren geregelten Lauf nahmen.
An die ankommenden Besucher wurden SchlĂŒsselumhĂ€nger (natĂŒrlich orange und mit der Aufschrift "Mamboday") als Eintrittskarten vergeben und eine Kurzumfrage zur Organisation der Raumverteilung, da fĂŒr die Workshops und VortrĂ€ge drei RĂ€umlichkeiten gebucht waren, die unterschiedlich viel Platz boten (30, 50 und 200 Personen). Ausserdem konnte man angeben, ob man sich bei einem Gewinnspiel beteiligen wollte, bei dem es einen Managed Server und BĂŒcher zu gewinnen gab.
Jeder durfte auf Kreppband seinen Namen schreiben und sich damit den anderen Besuchern kenntlich machen. Diesen etwas einfachen Service nahmen vor allem die Organisatoren wahr, die Community-Mitglieder unter den Besuchern hielten sich da leider etwas zurĂŒck. Dieser Punkt wird mit Sicherheit beim nĂ€chsten Mamboday souverĂ€ner gelöst, um auch den Leuten mit Kreppbandallergie die Gelegenheit zu geben, sich mit ihrem Nick zu outen.
Kurz nach 10:00 Uhr begrĂŒsste der Vereins-Vorstand von Mambo e.V. und Kopf des Orga-Teams, Robert Deutz (aka lukewill), die Teilnehmer der Veranstaltung und gab das Mikrofon nach einer kurzen Ansprache an das Core-Team-Mitglied Alex Kempkens (aka akede) weiter.
Seine Mambo-Roadmap war ein sehr ausfĂŒhrlicher Ăberblick ĂŒber den derzeitigen Stand von Mambo und wohin die Entwicklung von Mambo in Zukunft geht.
Was die Version 4.5.x angeht, so wird sie auch weiterhin entwickelt und fĂŒr PHP4 fit gehalten. Im GesprĂ€ch ist nach der 4.5.3 wieder eine Version 4.6, evtl. sogar eine 4.7
Die Mambo-Version 5.0 wird komplett neu aufgebaut und soll die PHP-Versionen 5.x bedienen und nur darauf lauffÀhig sein.
Diese Version soll mehr in Richtung Business zielen und professioneller aufgebaut und mit zusÀtzlichen Features und Merkmalen ausgestattet werden.
Eine erste Alpha-Version soll es voraussichtlich Ende 2005/Anfang 2006 geben.
Nachdem Alex Kempkens seinen Vortrag beendet hatte, begannen die Workshop-Runden, die jeweils auf die 3 verschiedenen RĂ€ume verteilt waren.

Im grossen Saal referierte Marc Hinse (aka MadeMyDay), aktueller Gewinner des Template-Contests von mambohut.com fĂŒr Mambo 4.5.3, ĂŒber Templates, deren Grundlagen, Entwicklung und wie man sie in Mambo integriert. Auch einige seiner Tricks verriet er den Teilnehmern des Template-Workshops.
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Thomas Kahl (aka Zorkhh) stellte zeitgleich in seinem Workshop Case Studies einige seiner grösseren Mambo-Projekte, die er in Europa verwirklichte, als Fallstudien vor und erklĂ€rte den Zuhörern, was mit Mambo möglich ist. Im Rahmen dieses Vortrages berichtete Marcel Kisch von Ocrana.ati, wie sie ihre grosse bestehende Website in nur 6 Wochen auf Mambo umstellten. FĂŒr ihre Website, die monatlich von ca. 90.000 Besuchern frequentiert wird, benutzen sie eine Kombination von Mambo und die phpBB Erweiterung von Adam von Dongen.
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Nils Feberwee (aka mrjinx) hielt im dritten Raum seinen Vortrag ĂŒber Servervorausetzungen und die Global Configuration fĂŒr Mambo und erklĂ€rte hiermit die Grundlagen, um Mambo als Live-Site erfolgreich einzusetzen.
Um ca. 11:45 Uhr begann die 2. Runde der Workshops.
Leider fiel der Workshop von Christian Hent (aka descartes) aus persönlichen GrĂŒnden aus. Um dies wenigstens ein bisschen kompensieren zu können, entschlossen wir uns, am Nachmittag eine CSS-Ecke im Foyer einzurichten. Arthur Konze und Angie Radtke stellten sich hier fĂŒr Fragen rund um CSS zur VerfĂŒgung.
Im grossen Saal fand der Workshop von Sören Eberhardt zum mambo-phpshop fĂŒr AnfĂ€nger statt. Sören erklĂ€rte sehr ausfĂŒhrlich im Detail, wie man den Shop richtig installiert, konfiguriert und auf eigene BedĂŒrfnisse anpasst. Dabei kam auch zum Ausdruck, dass der Shop eine sehr mĂ€chtige Komponente fĂŒr Mambo darstellt.

Angie Radtke referierte in einem der kleineren RĂ€ume ĂŒber Barrierefreiheit. Wir mĂŒssen zugeben, dass wir hierbei das Interesse der Teilnehmer ein bisschen unterschĂ€tzt hatten. Denn beide Workshops von Angie Radtke waren so gut besucht, dass die Besucher sich auf den Boden niederlassen mussten. Positiv ist natĂŒrlich die Erkenntnis, dass dieses Thema fĂŒr die Teilnehmer wichtig war, weil auf diesem Gebiet im Internet grosser Handlungsbedarf besteht. Denn eines ist klar: Richtig gute Webseiten sind annĂ€hernd barrierefrei.
Nach diesem zweiten Teil war es Zeit fĂŒr das Mittagessen. Das Mittagessen war zwar nicht im Eintrittspreis enthalten, die Preise waren aber gĂŒnstig. WĂ€hrend des Mittagessens benutzten viele Leute diese Pause fĂŒr intensive Diskussionen ĂŒber Mambo und fanden viele interessante Kontakte.

Nach dem Mittagessen wurden von Robert Deutz und Brian Teeman einige zusammengestellte Buch-Pakete und ein Managed Server verlost.
Die 3. Workshop-Runde begann um ca. 14:15 Uhr
Core-Team Mitglied Alex Kempkens hielt im grossen Saal einen Workshop ĂŒber seine Komponente Mambelfish (Komponente fĂŒr mehrsprachige Websites). Er erklĂ€rte dem Publikum, wie man die Komponente installiert, konfiguriert und wie man bei der Erstellung von Inhalten vorgeht, damit im Backend die Ăbersicht bei mehreren publizierten Sprachen nicht verloren geht.
Zwecks Realisierung der UnterstĂŒtzung von Mehrsprachigkeit in Mambo wird Mambelfish in kommenden Versionen mit ins Core ĂŒbernommen, spezielle Hacks werden damit zukĂŒnftig nicht mehr nötig sein.
15:00 Uhr, die 4. Runde
Antonio Cambule (aka musicones) ĂŒbernahm fĂŒr seinen Workshop Administration den grossen Saal von Alex Kempkens. Dieser Workshop war ganz auf AnfĂ€nger in Sachen Mambo ausgelegt. Die Erfahrung zeigt, dass viele neue Benutzer von Mambo erst einmal mit dem Administrationsbereich und den vielfĂ€ltigen Möglichkeiten darin ĂŒberfordert sind.
Antonio zeigte eine PrĂ€sentation zu diesem Thema und danach mit Hilfe eines lokalen Servers im Backend und Frontend, welche Auswirkungen verschiedene Einstellungen haben. Parallel dazu zeigte Robert Deutz, Autor des ersten deutschen Mambo-Buches, in seinem Workshop vielen zukĂŒnftigen Mambo-Entwicklern, wie man Mambots und Module entwickelt. Sören Eberhard diskutierte im Entwicklerworkshop fĂŒr Mambo PHP-Shop die Zukunft seiner Komponente.
Zu dieser Zeit standen Angie Radtke und Arthur Konze in der schon angesprochenen CSS-Ecke Interessierten Rede und Antwort zu ihren Fragen rund um CSS.

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In der Zeit von 16:00 â 16:50 Uhr fanden keine Workshops und VortrĂ€ge statt. Kaffee, Kuchen, Obst und die Teilnehmer wurden hier gleichermassen stark beansprucht. AuffĂ€llig war hier, dass neben der starken Fraktion der deutschen Besucher auch etliche Mamber aus NachbarlĂ€ndern, wie Ăsterreich, der Schweiz und den Niederlanden die Gelegenheit nutzten, sich an diesem Tag mit anderen Mambers zu treffen und auszutauschen.
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Danach begann die 5. Workshop-Runde
Arthur Konze nahm den grossen Saal in Beschlag fĂŒr seinen Workshop Entwickeln von Komponenten. Arthur ging auf die XML-Datei ein, fĂŒhrte die wichtigsten Code-Bibliotheken an und erlĂ€uterte detailliert wie Komponenten strukturiert sind. Er erklĂ€rte die wichtigsten Code-Teile, welche Funktionen sie haben und wie schnell und einfach entwickeln fĂŒr Mambo sein kann. Zum Abschluss seines Workhops, der 50! Folien umfasste und dementsprechend anspruchsvoll war, gab er noch einen Ausblick in die Zukunft der Komponenten-Entwicklung.
Der Workshop GPL-Lizenz wurde von Brian Teeman mit deutscher SprachunterstĂŒtzung von Alex (Babelfish
) Kempkens gehalten. Brian sprach ĂŒber die gesamte Lizenz-Situation und ging im Detail auf die aktuelle Lizenz von Mambo, GPL ein und gab wertvolle Tips und Tricks zu dieser Lizenz und anderen rechtlichen Angelegenheiten.
Thomas Kahl referierte gleichzeitig ĂŒber Mambo im kommerziellen Umfeld und sprach Pro und Contra an, Mambo bei grossen kommerziellen Seiten einzusetzen.
Abschliessend fand im grossen Saal eine Podiumsdiskussion statt. Alex Kempkens, Thomas Kahl, Brian Teeman, Robert Deutz und Arthur Konze stellten sich den Fragen der Anwesenden.
Die Podiumsdiskussion begann entspannt. Die Frage was den Mambo nur wĂ€re "Ein Spielzeug oder ein richtiges CMSâ beantwortete Brian Teeman mit der fĂŒr Mambo vollkommen passenden Antwort: Mambo ist das, was du willst, dass es fĂŒr dich ist. Mit Mambo kann man kleine private Websites aufziehen aber auch groĂe eine Community oder Newssite.
Wie in einigen AusfĂŒhrungen erwĂ€hnt, wird Mambo 5 vollkommen neu programmiert. In der Diskussion wurde die Frage, unter welcher Lizenz die neue Version erscheinen wird - dieses muss ja dann nicht zwangslĂ€ufig eine freie Lizenz sein -, gestellt. Die Quintessenz: Mambo wird keine kommerzielle Lizenz bekommen. Sollte sich die Lizenz Ă€ndern, wird es eine fĂŒr PHP-Projekte besser geeignete und freiere sein. Mambo 5 wird mit neuen und fĂŒr den professionellen Einsatz geeigneten Funktionen ausgestattet werden. Im Kontext mit der Einfachheit von Mambo, haben die neuen Funktionen Vorfahrt.
Der hitzigste Diskussionspunkt war die Frage nach QualitĂ€t und UnterstĂŒtzung der Programmierer durch das Core-Team. Vermischt mit Frage nach Programmierrichtlinien und wohl einen unterschiedlichen VerstĂ€ndnis was Richtlinien bedeuten bzw. beinhalten, ist hier nicht wirklich etwas substanzielles zu vermelden.
Abschliessend möchte das Organisations-Team von Mambo e. V. noch einmal den Teilnehmern des Mamboday fĂŒr ihr Erscheinen und den Sponsoren, Referenten, dem Core-Team und dem Gustav-Heinemann-Haus fĂŒr die hevorragende UnterstĂŒtzung aufs allerherzlichste danken!!
See you 2006!
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